Plastische Chirurgie

Nur bei einer geringen Zahl ausgeprägter skelettaler (= knöcherner) Fehlstellungen ist ein kombiniertes kieferorthopädisch-chirurgisches Behandlungskonzept erforderlich, da diese oft nicht ausschließlich mit einer Zahnspange korrigiert werden können. Hierzu zählen vor allem extreme skelettale Fehlbildungen mit ungünstigem Schädel- bzw. Kieferwachstum, die mit rein kieferorthopädischen Maßnahmen nicht lösbar sind.

Beispiele dafür sind zu groß gewachsene Unterkiefer mit einem stark ausgeprägten oder zu kleine Oberkiefer. Eine solche Kombinationsbehandlung läuft in 3 Phasen ab. In der prächirurgischen 1. Phase wird mit einer festen Spange (innen oder außen auf die Zähne geklebt) vorbehandelt, dann erfolgt in der 2. Phase der chirurgische Eingriff während anschließend in der 3. Phase, der sogenannten postchirurgischen Phase, die kieferorthopädische Feineinstellung des Bisses erfolgt. Die Operation findet unter Vollnarkose statt und der Patient wird danach nochungefähr 2-3 Tage im Krankenhaus nachbetreut. Die feste Zahnspange bleibt während der Operation im Mund. In der Regel ist die Operation schmerzarm oder oft sogar schmerzfrei.