Plastische Chirurgie
Nur bei einer geringen Zahl ausgeprägter skelettaler (= knöcherner) Fehlstellungen
ist ein kombiniertes kieferorthopädisches - chirurgisches Behandlungskonzept
erforderlich, da diese oft nicht ausschließlich mit einer Zahnspange korrigiert werden
können. Hierzu zählen vor allem extrem skelettale Fehlbildungen mit ungünstigem
Schädel- bzw. Kieferwachstum, die mit rein kieferorthopädischen Maßnahmen nicht
lösbar sind.
Beispiele dafür sind zu groß gewachsene Unterkiefer mit einem stark ausgeprägten
„Michael-Schumacher-Kinn“ oder zu kleine Oberkiefer. Eine solche Kombinations-
behandlung läuft in 3 Phasen ab. In der prächirurgischen Phase wird mit einer festen
Spange (innen oder außen auf die Zähne geklebt) vorbehandelt, dann erfolgt in der
2.Phase der chirurgische Eingriff während anschließend in der 3.Phase, der
sogenannten postchirurgischen Phase, die kieferorthopädische Feineinstellung der
Okklusion erfolgt. Die Operation findet unter Vollnarkose statt und wird danach noch
ungefähr 2-3 Tage im Krankenhaus nachbetreut. Die feste Zahnspange bleibt
während der Operation im Mund. In der Regel ist die Operation schmerzarm oder oft
sogar schmerzfrei.





